Samstag, 17. Oktober 2009
Phase der höchsten Bockigkeit erreicht.
Mein Besuch hat das nette Spielchen jetzt die letzten Tage fortgesetzt.
Mit dem Ergebnis, dass ich mich jeden Tag ein bisschen mehr weigere, mich ihnen anzuschließen. Auch wenn die Karten gestern schon auf ein bezahlbares Maß gesunken sind, bin ich nicht mitgegangen.
Und heute, um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, wollten sie mich heut einladen.
Und ich habe ausgeschlagen.
Habs aufs Wetter geschoben.
Was zwar scheiße is, mich aber normalerweise nicht im geringsten gestört hätte.
Lustigerweise habe ich mich nämlich schon auf meinen ruhigen Abend gefreut.
Und auf das Gefühl, allein gelassen zu werden.
Ich bin so krank.
Verdammt.

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Bücher AbissZ lässt sich depressiv anstecken, versinkt ins Dämonische, klammert sich in höchster Not an Goethe und rezitiert dessen "Schatzgräber":

Arm am Beutel, krank am Herzen
Schleppt' ich meine langen Tage.
Armut ist die größte Plage,
Reichtum ist das höchste Gut!
Und, zu enden meine Schmerzen,
Ging ich, einen Schatz zu graben.
Meine Seele sollst du haben!
Schrieb ich hin mit eignem Blut.

Und so zog ich Kreis' um Kreise,
Stellte wunderbare Flammen,
Kraut und Knochenwerk zusammen:
Die Beschwörung war vollbracht.
Und auf die gelernte Weise
Grub ich nach dem alten Schatze
Auf dem angezeigten Platze;
Schwarz und stürmisch war die Nacht

Und ich sah ein Licht von weiten,
Und es kam gleich einem Sterne
Hinten aus der fernsten Ferne,
Eben als es zwölfe schlug.
Und da galt kein Vorbereiten;
Heller ward's mit einem Male
Von dem Glanz der vollen Schale,
Die ein schöner Knabe trug.


Holde Augen sah ich blinken
Unter dichtem Blumenkranze;
In des Trankes Himmelsglanze
Trat er in den Kreis herein.
Und er hieß mich freundlich trinken;
Und ich dacht': es kann der Knabe
Mit der schönen lichten Gabe
Wahrlich nicht der Böse sein.

Trinke Mut des reinen Lebens!
Dann verstehst du die Belehrung,
Kommst mit ängstlicher Beschwörung
Nicht zurück an diesen Ort.
Grabe hier nicht mehr vergebens!
Tages Arbeit, Abends Gäste!
Saure Wochen, frohe Feste!
Sei dein künftig Zauberwort.

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ach ja, der werte Herr Goethe.
Ich fürchte, so gern ich ihn habe, dass diese Warnung nicht zieht.
Ich habe fest vor, zu Halloween meine Seele zu verkaufen. Mal sehen, ob sie einer will.

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Vorsicht bei Seelenkäufern
Empfehle Verhandlungsaufnahme erst, wenn die Stärke und Kraft der Bognerin erreicht sind. Einfach mal nach „ginzkey bognerin“ googeln und lesen: DER TEUFEL UND DIE BOGNERIN. Dabei bitte aber auch an die armen Männer denken – empfiehlt Bücher AbissZ

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